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Die Alte von den Bergen

Einst lebte eine hart arbeitende Familie nahe eins hohen Berges. An einem Tage begab es sich, dass die Mutter das haus verließ um im Wald Kräuter zu suchen. Wie immer warnte sie ihre drei Söhne, niemanden und auf gar keinem Fall die Tür zu öffnen. Denn jeder wusste, dass eine grausige Gestalt in den Bergen hauste. Diese trieb sich in den hochgelegenen Wäldern herum. Dort waren schon viele Menschen verschwunden. Als die Mutter schon eine ganze weile unterwegs war klopfte es an der Tür. Der älteste Sohn fragte" Wer ist da?". Da ertönte sogleich die Antwort "Ich bin euer guter Nachbar vom Haus gegenüber und brauche dringend Hilfe" "Deine stimme klingt mir aber seltsam" stellte der Jüngling fest, "Dich lasse ich nicht herein". Nur einige Augenblick später klopfte es wieder dann der Tür. Wieder fragte einer der Söhne, diesmal der jüngste, wer da denn sei. Dieses mal meldete sich eine liebliche Frauenstimme "Ich bin eine Freundin deiner Mutter. Sie sagte mir ich solle euch eine wichtige Nachricht bringen" Der jüngste war auch nicht dumm und so forderte er die Unbekannte auf ihre Hand durch den Spalt zu zeigen. Ein ledige und haarige Hand erschien zwischen den Hölzern und sofort erkannte der jüngste, dass es sich nicht um eine Freundin der Mutter sondern um die gefürchtete alte vom Berg handelte. Tapfer sagte der Junge "Du bist wahrlich die alte Berghexe dich lasse ich nicht herein" und die Gestalt schlurfte davon. Eine weile verging bis es abermals an der Tür klopfte. Jetzt ging der mittlere an die Tür und fragte vorsichtig wer dort sei. "Ich bin eure Mutter und sehr müde. Last mich bitte herein" sagte eine bekannte Stimme. Auch der mittlere Sohn wollte die Hand zur Kontrolle sehen. Zu sehen war eine menschliche Hand, die der ihrer Mutter nicht unähnlich sah. Doch zweifelte er. Der älteste meinte, er könnte sehen, dass die Hand vor kurzem rasiert worden sei und dass es sich bestimmt um die Berghexe handelte. Doch der jüngste glaubte dem Wesen und riss den Tür auf. Da schnellte die Gestalt herein und packte den jüngsten. In Augenblicken hatte sie ihn gefressen. Die beiden anderen aber schafften es durch eines der Fenster aus dem Haus. Die Berghexe war ihnen dicht auf den Fersen. Die beiden Jungen rannten zu einem Baum der am nahen Fluss wuchs. Er war so hoch, dass sich die Leute erzählten er würde bis in den Himmel reichen.  Als sie den Stamm erreicht hatten begannen sie so schnell wie möglich hinaufzuklettern. Höher und höher kamen sie als die dicke und etwas ungeschickte Berghexe versuchte ihnen zu folgen. Als sie ordentlich Höhe erreicht hatte, nahmen die Jungen einige Steine zur Hand, die sie vorher eingesteckt hatten und warfen sie hinab. So verlor sie das Gleichgewicht und viel vom hohen Baum herab. Unten aufgekommen starb sie sofort und ihr Blut lief über den Boden. Die Erde des nahen Garten saugte sich so sehr voll damit, dass seitdem die Wurzeln der Soba Pflanze rot gefärbt sind. 
 

Ende

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